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Jagdgenossenschaft Schuby


Aktuelle Meldungen

Die Jagdgenossenschaft stellt sich vor

(01.01.2012)

Die Jagdgenossenschaft Schuby möchte Ihnen Informationen über die Arbeit geben und über die Notwendigkeit der Genossenschaft berichten:

 

Jagdbezirke in Deutschland sind entweder Eigenjagdbezirke oder gemeinschaftliche Jagdbezirke. Bei den gemeinschaftlichen Jagdbezirken ist die Jagdgenossenschaft Inhaberin des Jagdbezirks. Jagdgenossenschaften sind in Deutschland Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie entstehen kraft Gesetzes, ohne dass es eines Beschlusses bedarf.

 

Mitglieder einer Jagdgenossenschaft, so genannte Jagdgenossen, sind die Eigentümer der Flächen einer Gemeinde, die zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören. Zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören alle Grundflächen einer Gemeinde. Es besteht eine Zwangsmitgliedschaft der Grundstückseigentümer.

 

Organe der Jagdgenossenschaft sind der Jagdvorstand und die Genossenschaftsversammlung. Beschlüsse der Genossenschaftsversammlung bedürfen neben der Mehrheit der anwesenden Mitglieder auch der Mehrheit der anwesenden Grundflächen. Bejagbare Flächen sind im Jagdkataster verzeichnet, welches von dem Vorstand der Jagdgenossenschaft gepflegt wird.

 

Für die Gemarkung Schuby:
98 Eigentümer
Gesamtfläche: 1778 ha

 

Das Jagdausübungsrecht steht entweder den Gemeinden oder der Gemeinschaft der Grundeigentümer zu. Das bedeutet, solange die Jagdgenossen im Vorstand das Jagdkataster auf aktuellem Stand halten, braucht es die Gemeinde nicht zu tun.

 

Eigentümer von Grundflächen, (befriedete Bezirke) auf denen die Jagd nicht ausgeübt werden darf, gehören der Jagdgenossenschaft nicht an.

 

Die Jagdgenossenschaft jagd in Eigenregie oder verpachtet die Jagd an den Jäger. Der Ertrag aus der Pacht wird entsprechend der jeweiligen Grundstücksfläche auf die Jagdgenossen umgelegt.

 

Zur Geschichte:

Bis 1848 stand das Jagdrecht dem jeweiligen Landesherrn zu. Die deutschen Staaten hoben diese Rechte im Gefolge der Revolution von 1848/49 auf. Jagd war nur noch auf eigenem Grund und Boden möglich. Jedoch wurde befürchtet, dass es zu einer schnellen Abnahme der Wildbestände kommen würde, da weder Mindestgrößen, noch Schonzeiten die Jagdausübung regelten. Wie stark diese Reduktion tatsächlich war, ist aus heutiger Sicht schwer nachzuvollziehen. Sicher ist, dass die Wildbestände der feudalen Jagd, stark reduziert wurden. Die deutschen Staaten erließen daher in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts Gesetze, die das dem Grundeigentümer zustehende Jagdrecht und das Jagdausübungsrecht trennten.

 

Außerdem wurde mit dem Jagdpolizeigesetz die Mindestgröße für die Ausübung der Jagd auf eigenem Grund und Boden auf 300 Morgen (ca. 75 ha.) festgelegt, welche bis heute als zusammenhängende Mindestgröße für Schleswig-Holstein erhalten geblieben ist.

 

Die Ausübung des Jagdrechts unterliegt der Jagdsteuer, Steuerpflichtig ist, wer das Jagdrecht ausübt.

 

Weitere Informationen mit neu gefassten Vorschriften können im Bundes/Landesjagdgesetz nachgelesen werden.

 

Schuby, Januar 2012
Die Jagdgenossen (Der Vorstand)